Schwerpunkt: Umwelt

Im Zentrum des Schwerpunktes "Umwelt" stehen ökologische Fragen, die insbeondere im städtischen Umfeld eine Rolle spielen. So geht es zum Beispiel um die städtische Fauna und Flora unter Berücksichgung stadtplanerischer Gesichtspunkte, um regenerative Energien und ihre Nutungsmöglichkeiten in der Stadt, um die Qualität von Wasser und Luft sowie mögliche Störungen des ökologischen Kreislaufes. Zudem werden umweltpolitische Fragen im globalen Kontext thematisiert.

Audioinformation-Umwelt

Podcast-Interview: Schwerpunkt-Umwelt

SoSe 2022 Urbanisierung - Ökologische Herausforderung für Berlin und Brandenburg

Seminar:
Urbanisierung - Ökologische Herausforderung für Berlin und Brandenburg

Urbanisierung bezeichnet, mit der Ausbreitung städtischer Lebensformen und dem Zuzug von Menschen in städtische Gebiete einen globalen Trend. Dieser hat in den vergangenen Jahrzehnten, insbesondere im globalen Süden rapide zugenommen. Im Jahr 2050 werden voraussichtlich 80 % der Weltbevölkerung in urbanen Gebieten leben, (BMZ). Städte als Konzentrationspunkte menschlichen Lebens spielen somit auch für die Klimakrise eine tragende Rolle und haben ein enormes Potenzial zum Zentrum klimagerechten Handels zu werden.  
Die Ausdehnung urbaner Gebiete und die dortige enorme Konzentration menschlicher Einflüsse führt zur Verdrängung bzw. Veränderung der umliegenden Ökosysteme und beeinflusst somit deren sogenannte Ökosystemdienstleistungen (kurz ÖSL = direkte und indirekte Vorteile, die Menschen durch die Funktionen eines Ökosystems erhalten). Auch im urbanen Raum selbst existieren viele unterschiedliche Ökosysteme, die Habitate für Tiere und Pflanzen, sowie ÖSL für Menschen bereitstellen. Die Stadtökologie beschäftigt sich mit ebendiesen urbanen Ökosystemen und untersucht das Potenzial dieser “Stadtnatur”.  

Vor dem Hintergrund der globalen Urbanisierung, der Klimakrise und den Erkenntnissen der Stadtökologie möchten wir im Rahmen dieses Seminars verschiedene urbane und suburbane Ökosysteme in und um Berlin vorstellen und ihre ÖSL genauer betrachten. Wir werden den Einfluss menschlicher Aktivitäten auf diese Ökosysteme untersuchen und versuchen, herauszufinden, welche alternativen bzw. multifunktionalen Landnutzungsformen das Potenzial haben, ein nachhaltiges Leben in urbanen Räumen zu ermöglichen.
Quelle: https://www.bmz.de/de/entwicklungspolitik/stadtentwicklung/hintergrund-18138

Dozenten: Dontschev, Voß

Projekt:
Urbanisierung - Ökologische Herausforderung für Berlin und Brandenburg

Im Rahmen des Projektes möchten wir die im Seminar behandelten Themen durch eventuelle Übungen, Exkursionen und Gruppenarbeiten praktisch vertiefen, (abhängig von der Pandemiesituation). Dabei sollen der Zustand einiger Berliner Ökosysteme erfasst und mögliche Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet werden. Außerdem soll es darum gehen, welche politischgesellschaftlichen Einflussmöglichkeiten existieren: Was können und sollten Einzelpersonen, organisierte Gruppen und die Politik zu einer nachhaltigeren Stadt beitragen?

Dozenten: Dontschev, Voß

Was haben wir im SoSe 2022 gemacht

Seminar

Urbanisierung - Ökologische Herausforderung für Berlin und Brandenburg

Städtische Lebensformen breiten sich rasant aus, Beton und Asphalt verdrängen natürliche Lebensräume, im Jahr 2050 werden voraussichtlich 80 % der Weltbevölkerung in Städten leben.

Unser Ziel im Seminar war es, die Chancen der Natur im städtischen Umfeld, insbesondere in Berlin, auszuloten. Denn Städte ohne Natur sind nicht lebenswert.

Dazu haben wir uns zunächst mit den Grundlagen der Ökologie beschäftigt und uns mit Themen wie Biodiversität, Ökosystemleistungen und Boden- und Gewässerökologie vertraut gemacht. Dann haben wir untersucht, welche Verhältnisse konkret in Berlin vorliegen. So haben wir die Entwicklung der Berliner Artenvielfalt, die Probleme der Boden- und Gewässerverschmutzung, die Auswirkungen des Stadtklimas und die Probleme des Stadtgrüns in Berlin besprochen und Lösungsansätze diskutiert.

Mit der Projektgruppe ergab sich eine Exkursion zum Teufelsberg, wo wir Bodenökologie praktisch erlebten. Neben der Analyse der Berliner Verhältnisse haben wir auch Beispiele aus anderen Städten behandelt, in denen ökologische Bauprojekte schon verwirklicht sind.

Neben Vorträgen der Seminarleiter gab es unterhaltsame kleine Berlin-Quiz-Spiele, zahlreiches Vertiefungsmaterial und die Möglichkeit, durch eigene Referate tiefer in das Thema einzusteigen. In diesem Semester fand das Seminar wieder in Präsenz statt. Für Teilnehmer, die lieber von zu Hause aus arbeiten wollten, wurde aber jedes Mal eine Zoom-Schaltung ermöglicht.

Exkursion vom 16.06.2022 zum Teufelsberg

Am 16.06.2022 waren wir zu einer super interessanten Exkursion unterwegs. Nachdem wir uns am Fuße des Teufelsbergs getroffen haben, ging es mit Schippe und Spaten los, den Teufelsberg zu "erklimmen". Das Wetter war sehr angenehm und so hatten wir keine Mühe, unser Ziel auf dem 120 Meter hohen Berg zu erreichen.

Zunächst verschafften wir uns einen Überblick und hörten die Ausführungen unseres Dozenten. Hier wurde u.a. etwas zur Geschichte des Trümmerberges, der Abhörstation der Amerikaner, Planungen zu einer Wohnanlage sowie zum 3.000 Hektar großen Waldgebiet mit einem Baumbestand von Kiefern (61%), Eichen (19%) und Buchen (3%) vorgetragen.

Höhepunkt unserer Exkursion war, dass wir uns auch selbst mit Schippe und Spaten in den Untergrund vorgearbeitet haben. Spannend zu hören, welche Informationen man dem Boden entlocken kann. Am Ende war es wichtig, die Störung durch unsere Grabung gering zu halten und den ursprünglichen Zustand möglichst originalgetreu wieder herzustellen.

 

WiSe 2021/22 online Thema: Zukunft der Weltmeere - Klimawandel und seine Folgen
Wir versuchen die komplexen Zusammenhänge zu veranschaulichen...(Grafik ist aus Gründen des Copyrights nur in begrenzter Auflösung)

Seminar: Zukunft der Weltmeere - der Klimawandel und seine Folgen

Die Meere stellen die wichtigste und größte Kohlenstoffsenke und bedeutende Lebensgrundlage unseres Planeten dar. Durch den Klimawandel sind zahlreiche marine Ökosysteme gefährdet. Durch eine Erhöhung der Temperaturen und eine zunehmende Versauerung verschieben sich die Artvorkommen und die Ökosysteme verändern sich. Artenreiche Korallenriffe, insbesondere Warmwasserkorallen sterben ab, schädliche Algenblüten nehmen zu und ganze Strömungssysteme ändern sich. Sturmfluten und Überschwemmungen häufen sich und der Meeresspiegel steigt, sodass küstennahe Landstriche & Siedlungen bedroht sind. All dies hat auch negativen Einfluss auf die Küstenvegetation, Mangroven und Salzmarsche. Im Seminar wollen wir uns im Allgemeinen mit den eben erwähnten Veränderungen der Meere durch den Klimawandel befassen und beleuchten hierzu verschiedene Regionen der Erde. Wir diskutieren aber auch mögliche Szenarien für marines Geo-Engineering und befassen uns konkret mit den Auswirkungen des Klimawandels auf die Nordsee und im Speziellen auf die Ostsee, da sie als mögliches Zukunftsmodell durch die rasche Erwärmung bereits jetzt Aufschluss auf mögliche Entwicklungen geben kann.

Arbeitsweise: Grundlegendes Wissen wird als Vortrag von unserer Seminarleiterin vermittelt.
Die verschiedenen Themen erarbeiten wir in Eigenrecherche und in Kleingruppen. Die Ergebnisse werden im Plenum präsentiert und diskutiert.
Ergänzendes Material wird auf unserer internen Kursseite zur Verfügung gestellt.

Hier findet Ihr den Semesterplan: Semesterplan WiSe20_21 Klimawandel_Meere.pdf

Zur Überfischung der Meere haben einige Studenten eine ausführliche Präsentation gestaltet.
Hier ist die Gliederung der Präsentation: Überfischung der Meere - Gliederung

Dozentin: Barth

Projekt :Zukunft der Weltmeere - der Klimawandel und seine Folgen

Im Projekt konzentrieren wir uns aufbauend auf das o.g. Seminar mit verschiedenen systemanalytischen Ansätzen, um die wichtigsten Einflussfaktoren auf das Ökosystem Meer besser
zu verstehen. Ziel ist es im Laufe des Wintersemesters laufende Projekte zum Meeresschutz genauer unter die Lupe zu nehmen, während den Treffen ihre Wirksamkeit zu diskutieren und
mit dem neu gewonnenen Wissen eigene Projektideen in Theorie zu entwickeln.

Dozent: Atilla Öztürk:

Student der Ökologie und Umweltplanung an der TU Berlin seit 2017. Immer auf der Suche nach Lösungen für die Herausforderungen des Klimawandels. Habe meinen Schwerpunkt im Studium auf Bodenkunde gesetzt und diverse Projekt mit regenerativer Landwirtschaft umgesetzt. Der Boden ist ein Bereich wo wir auch als einzelne Person Einfluss darauf haben können. Und die Mechanismen der Natur helfen uns dabei den Kohlenstoff aus der Luft in Böden zu speichern. In den Meeren dagegen ist um einiges komplexer und die Möglichkeiten sie zu schützen dementsprechend auch. Zusammen mit den Teilnehmern an dem Kurs Zukunft der Weltmeere werden wir uns über die kommenden Semester der Herausforderung stellen, diese komplexen Zusammenhänge zu verstehen und Konzepte zu entwickeln, diese mit einem spielerischen Ansatz anderen zu vermitteln.
SoSe 2021 größtenteils online Thema: Gärten und Artenvielfalt

SoSe 2021 hat größtenteils online stattgefunden

Unsere einzige Exskursion zum Projektgarten in Pankow

Als erste Exkursion nach längerer Zeit haben Teilnehmer der Umwelt-Gruppe im Rahmen des Seminarschwerpunktes Gärten und Artenvielfalt am 01.07.21 den NABU-Projektgarten in Berlin-Pankow besucht. Er befindet sich in der Kleingartenanlage "Am Anger" und wird von der NABU-Fachgruppe Naturgarten betrieben. Die Fachgruppe besteht aus Natur- und Umweltschützern, die sich für eine konsequent naturschonende Gestaltung von Privatgärten einsetzen. Es werden Führungen, Vorträge und Workshops angeboten. Die Leiterin der Fachgruppe, Karla Paliege, führte die Exkursionsteilnehmer durch den Garten. Er ist durch Mischkulturen von Gemüse, Obst und Blumen gekennzeichnet, weist viele Wildstauden auf und zeigt, wie naturnahes gärtnern aussehen kann:

 

 

WiSe 2020/2021 online Thema: Gefahren von Mikroplastik

WiSe 2020/2021 hat online stattgefunden

Microplastik Beispiel

Gefahren von Mikroplastik

Wir befassen uns mit der Herkunft, der Verbreitung und den Gefahren von Mikroplastik. Wir untersuchen, auf welche Weise Mikroplastik in die verschiedenen Ökosysteme (Meer, Flüsse, Boden, etc) gelangt und wie es sich in den Nahrungsketten anreichert. Außerdem informieren wir uns über Lösungsstrategien und Initiativen, die es zum Problem Plastikmüll weltweit gibt. Schließlich wollen wir praktikable Vorschläge für unser tägliches Leben entwickeln,  um den Plastikverbrauch zu reduzieren.

Arbeitsweise: Grundlegendes Wissen wird als Vortrag von unserer Seminarleiterin vermittelt.
Die verschiedenen Themen erarbeiten wir in Eigenrecherche und in Kleingruppen. Die Ergebnisse werden im Plenum präsentiert und diskutiert.
Ergänzendes Material wird auf unserer internen Kursseite zur Verfügung gestellt

 

Viele Produkte unseres täglichen Bedarfs enthalten Microplastik.

Für die Hersteller scheint es lukrativ diese günstigen Plastikzusätze zu verwenden. Die Substanzen wurden von der chemischen Industrie in den vergangenen Jahrzehnten eingeführt und ersetzen andere, meist marginal teurere Substanzen, zum Beispiel den feinen Sand in Peelings. Die Partikel landen über die Abflüsse von Waschbecken und Badewannen in die Kanalisation und schließlich in die Meere.
In einigen Ländern ist der Einsatz von Mikroplastik in Kosmetikartikeln bereits verboten, in Deutschland haben einige Hersteller angekündigt diese Stoffe nicht mehr einzusetzen.
Die Realität sieht anders aus wie eine Liste vom BUND  zeigt : meere_mikroplastik_einkaufsfuehrer.pdf

Wie erkenne ich als Verbraucher also ob ein Artikel Microplastik enthält?

Am einfachsten geht das per Smartphone APP:

Ob ein Kosmetikartikel Mikroplastik enthält, können Sie mit den kostenlosen Smartphone-Apps Code Check und Beat The Microbead herausfinden:

Dazu fotografieren Sie einfach mit der App den Strichcode des Produkts

z.B.:

SoSe 2020 online Thema: Phytosanierung - wie Pflanzen die Umwelt verbessern

Phytosanierung– wie Pflanzen die Umwelt verbessern

Das vergangene Sommersemester hat uns ein wenig eingeschränkt, d.h. wir konnten keine Exkursionen unternehmen. Wir hatten aber das Glück, dass wir unser Umweltprojekt mit dem Thema: -„Phytosanierung– wie Pflanzen die Umwelt verbessern“ online durchführen konnten. In Gruppen haben wir zur Verbesserung der Luft-, Boden- und Wasserqualität recherchiert, unsere Ergebnisse zusammengetragen und auf einem Poster dargestellt.

WiSe 2019/2020 Thema: Fragmentierung von Landschaften

Blumberger Teiche

Das Biosphärenreservat Schorfheide-Chorin ist eine Naturerlebnislandschaft, die uns verschiedene Landschaftstypen und Naturschutzgebiete  zeigt. Im Speziellen haben wir die Blumberger Teiche besichtigt und gesehen, wie der Biber, der zwar auch Schaden anrichtet, aber für die Natur ein wichtiger Helfer sein kann