Berliner Bahnhöfe – Historische Entwicklung im verkehrlichen und städtebaulichen Kontext
SE - Berliner Bahnhöfe – Historische Entwicklung im verkehrlichen und städtebaulichen Kontext
Am 28.Mai 2006 wurde in Berlin auf der Schiene bahntechnisch und verkehrlich eine neue Ära eingeläutet. Die Hauptstadt bekam erstmals in ihrer langen Geschichte einen echten Hauptbahnhof. Da wo früher der Lehrter Bahnhof (Fernverkehr) und der Lehrter Stadtbahnhof (Stadtbahn) stand, ist Europas größter Kreuzungsbahnhof entstanden.
Das ist jetzt 20 Jahre her. Begonnen hatte es in Berlin 1838 wie in vielen europäischen Hauptstädten mit Kopfbahnhöfen. Jede private Eisenbahn-gesellschaft hatte ihren eigenen. Für die Reisenden waren lange und zeitaufwändige Wege beim Umsteigen erforderlich. Um die Bahnhöfe betrieblich und verkehrlich besser zu verbinden, wurde die Ring S-Bahn 1871 und die Stadtbahn 1882 in Betrieb genommen. Die Eisenbahninfrastruktur und die Bahnhöfe wurden sehr stark von politischen und sozialen Veränderungen beeinflusst: Neubau in 1840er Jahren, Renovierungen und Erweiterungen in den 1870er Jahren, Zerstörung durch den Zweiten Weltkrieg und Abriss in den 1950/1960er Jahren. Die Entwicklung der Eisenbahn und der Bahnhöfe Berlins soll aus eisenbahntechnischer, verkehrlicher und städtebaulicher Sicht im Zusammenhang dargestellt und die gegenseitigen Abhängigkeiten und Verknüpfungen von den Anfängen bis in die Gegenwart dargestellt werden. Sie waren urbane Knotenpunkte und eng mit ihrer städtischen Umgebung verbunden. Exemplarisch werden die Bahnhöfe Anhalter Bahnhof und Hauptbahnhof/Lehrter Bahnhof stadtgeschichtlich, architektonisch und eisenbahntechnisch stellvertretend für die anderen 7 Bahnhöfe vertieft beleuchtet.
Di., 14:15 - 15:45 Uhr Termine: 17.11.2026, 15.12.2026, 05.01.2027
FH 1019 Backmann, Rolf; Suckau, Herbert
Anmeldung erforderlich unter: herbertsuckau@gmail.com