Spannungsfeld Städtebau - Schieneninfrastruktur
SE - Spannungsfeld Städtebau – Schieneninfrastruktur
Durch das zunehmende Umweltbewusstsein, Steigerung der Lieferfrequenzen und die Einführung des Deutschlandtickets sind bei dem Verkehrsträger Schiene sowohl im Personenverkehr als auch im Güterverkehr bei der Verkehrsleistung erhebliche Zuwächse zu verzeichnen. Auch der Umweltverbund (Fuß, Rad, ÖPNV) nimmt seit einigen Jahren stark zu. Die Leistungsfähigkeit des bestehenden Schienennetzes ist auf stark nachgefragten Relationen ausgereizt bzw. lässt nur noch eine geringe Steigerungsrate zu. Um die prognostizierten Verkehrsmengen zu bewältigen ist der Ausund Neubau der Schieneninfrastruktur dringend erforderlich. Die zusätzliche Flächeninanspruchnahme kollidiert insbesondere in den Ballungsräumen mit der städtebaulichen Entwicklung und führt in den naturnahen Bereichen zur Fragmentierung der Landschaft. So entsteht zwangsläufig ein Spannungsfeld zwischen der Schieneninfrastruktur und dem Städtebau bzw. den Naturräumen. Ziele des Verkehrs wie z. B. die Erhöhung der Leistungsfähigkeit, um die Verkehrsmengen in hoher Geschwindigkeit zu transportieren, stehen im Gegensatz zur Bereitstellung zusätzlicher Flächen für den Wohnungs- und Gewerbebau. Ziel des Seminars soll es sein, diese Zielkonflikte auf zu zeigen und Lösungsansätze vorzustellen.
Di 10-12 Uhr Di 14-16 Uhr FH 1019
Termine: 28.04.; 30.06. Termin: 16.06. Suckau, Herbert