Zukunft 60+ Lebensfreude und Engagement im Ruhestand

Leitung:  Elke Ernst, Ulla Helmer, Frank Sülflow

Nach Abschluss des Berufslebens können in der Umbruchphase hin zum Ruhestand viele Probleme entstehen, da bisher feste Strukturen, Abläufe und berufliche Kontakte weggefallen sind. Es entstehen allerdings besonders mit der neuen Zeitsouveränität vielfältige Möglichkeiten, das eigene Leben neu und anders zu gestalten, Neues zu entdecken und auszuprobieren. Es gilt, das Leben im Ruhestand zu genießen, sich selbst aber auch neu zu fordern, neue Kontakte zu knüpfen und gesellschaftliches Engagement einzugehen. Daraus kann „neue Lebensfreude“ nach dem Berufsleben entstehen.

Wir wollen in der Projektwerkstatt hierzu Literatur auswerten, Erfahrungsberichte aus dem eigenen Umfeld einbringen, darüber hinaus bestehende Angebote auswerten und so die Mög- lichkeiten der TeilnehmerInnen erweitern und anregen. Schwerpunkte sollen in den Bereichen Fortbildung, Bewegung, Kultur und Möglichkeiten des gesellschaftlichen Engagements gesetzt werden.

Termine: Fr 10-12 Uhr
Beginn: 29.04.2022; 14-tägig
Leitung: Ernst, Helmer, Sülflow

Semesterplan: alle Termine und Themen findet man im ISIS-Kurs "BANA PW Zukunft 60+ SoSe 2022"

 

Rückblick auf unsere Exkursionen:

29.04.2022 Teufelsberg mit Street Art und Ausstellung „ I see you“
Wie es schon fast Tradition ist, fand unser erstes Semestertreffen am 29.04.22 wieder im Grünen statt. Ausgehend von der S-Bahnstation Heerstr. war unser Ziel der Teufelsberg mit der Ausstellung "I see you".
 
Nach dem "Aufstieg" bei schönem Wetter - viele Wege führen auf den Teufelsberg- waren wir sehr beeindruckt von der spannenden Street Art an und in den Gebäuden der ehemaligen amerikanischen Abhörstation im Kalten Krieg. Mittlerweile steht der Teufelsberg unter Denkmalschutz. Der Verein Initiative Kultur-DENKMAL Berliner Teufelsberg g.e.V. hat den Ort zu einem Zentrum der Kunst und Kreativität gemacht und ihn zu einem Paradies für Street Art-Künstler entwickelt. Künstler aus aller Welt
nutzen die über 2400 Quadratmeter Betonwände. Die aktuelle Ausstellung hat uns nicht sehr überzeugt, sehr wohl aber die Street Art und der fantastische Ausblick über Berlin.
 
Nach dem Besuch sind wir in dem Cafe´des Ökowerks eingekehrt - sehr zu empfehlen. Der Rückweg führte uns
vorbei an Teufelssee und Kiesgrube zur S-Bahnstation Grunewald. Ein wunderbarer Ausflug!
04.02.2022 Villa Oppenheim: "Die Kant"
Besuch der Sonderausstellung DIE KANT. Text_Kunst_Straße
 

„Die Kant“ ist eine Ausstellung über eine Straße, die erzählt, was Stadt ist und was Stadt sein kann. Gemeinsam mit 15 weiteren Künstler*innen und Autor*innen unterschiedlichster Herkünfte und Generationen setzen sich die Kuratorinnen mit den Bewohner*innen der Kantstraße, ihrer Architektur, Geschichte, Kulinarik und Ökonomie auseinander.“

Die kleine feine Ausstellung hat uns sehr gut gefallen. Ungewöhnliche Fotos, Szenen, Interviews wurden mit eigenen Erfahrungen verglichen. Auf rund 2.630 Metern erstreckt sich die wohl aktuell lebendigste und spannendste Straße Berlins.

Den Erfahrungsaustausch setzten wir im schönen Cafe der Villa Oppenheim fort.

21.01.2022 Ausstellung "Unvollendete Metropole" in Oberschöneweide
Die Ausstellung befindet sich im Behrens-Bau, einer ehemaligen Autofabrik. Wer weiss denn heute noch, dass dort schon vor über 100 Jahren Elektroautos durch die „Nationale Automobil Gesellschaft(NAG)“ gebaut wurden?
 
Nach einer kurzen Besichtigungstour und Turmbesteigung begann unsere Führung durch die Jubiläumsausstellung des Architekten- und Ingenieurvereins zu Berlin-Brandenburg. Die Geschichte, Gegenwart und Zukunft des Städtebaus von Berlin wurde auf vielen Fotos dokumentiert. Staunend standen wir vor teilweise unbekanntenAufnahmen aus der Vergangenheit. Die Ausstellung lohnt sich, zumal es auch einen Ausblick ins Jahr 2070 gibt.
07.01.2022 Fotoausstellung – Streetqueen in der Werkstattgalerie H. Noack
Sowohl das Ausstellungsgebäude selbst, als auch das Kennenlernen der amerikanischen Fotografin Vivien Meyer waren für uns ein Erlebnis.
 
Die Entdeckung von Vivian Maier war eine der größten Sensationen der Fotogeschichte nach dem Zweiten Weltkrieg. Die Amerikanerin war als Künstlerin völlig unbekannt, bevor 2007 bei einer Auktion in Chicago Tausende von unentwickelten Negativen auftauchten und ihr Werk seit 2011 in Bildbänden und Ausstellungen in aller Welt Staunen und Bewunderung erregte. Heute ist sie aus der Street Photography der Fünfziger- bis Siebzigerjahre nicht mehr wegzudenken. In der Werkstattgalerie Hermann Noack ist Maiers Bildwelt jetzt in der Ausstellung „Streetqueen“ zu erleben, die zusammen mit der Howard Greenberg Gallery in New York erarbeitet wurde. Rund 120 Abzüge – darunter 22 der seltenen Vintage Prints und einige kürzlich zum ersten Mal entwickelten Bilder – führen alle Phasen von Meiers Schaffens vor und stellen auch die Bedeutung ihrer Farbfotografie heraus, die sie seit den Sechzigern bevorzugte.
Die Dokumentation „Finding Vivian Maier“ zeigte bewegend die Geschichte dieser ungewöhnlichen Fotografin.
10.12.2021 Das "literarische Oktett“ im Cafe Mint

Weihnachten naht und vielleicht braucht noch jemand ein gutes Buch als Geschenk. Was lag da näher, als sich in einer schönen Umgebung über sein derzeitiges Lieblingsbuch auszutauschen. Dazu trafen wir uns im Cafe Mint im Botanischen Volkspark Blankenfelde-Pankow. Nach einer gemütlichen und anregenden Vorstellungsrunde ging es dann auf einer winterlichen Wanderung Richtung Blankenfelde. Die Liste der Bücher findet ihr hier und vielleicht ist dort noch ein Geschenktipp dabei:

 

Autor

 

Titel

Julia Franck

:

Welten auseinander

Delia Owens

:

Der Gesang der Flusskrebse

Samanta Schweblin

:

Hundert Augen

Götz Aly

:

Das Prachtboot

Katja Oskamp

:

Marzahn mon Amour

Robert Seethaler

:

Der Trafikant

Robert Seethaler

:

Ein ganzes Leben

Benedict Wells

:

Vom Ende der Einsamkeit

Jonathan Franzen

:

Crossroads

Juli Zeh

:

Über Menschen

26.11.2021 Berlinische Galerie "Ferdinand Hodler und die Berliner Moderne“

So einen "intimen" Ausstellungsbesuch haben wir selten erlebt!

Wir trafen uns am Freitagmorgen, 26.11.21, in einer nahezu leeren Berlinischen Galerie, um an einer Führung durch die Ausstellung über den Schweizer Maler Ferdinand Hodler (1853-1918) teilzunehmen. Dank einer interessanten und auch unterhaltsamen Führung wurden uns die Bilder Hodlers, angefangen im Stil des Naturalismus, dann des Symbolismus und schließlich des  Expressionismus näher gebracht. Besonders die kraftvollen, ausdrucksstarken Frauendarstellungen, aber auch die Landschaftsbilder, als auch seine Auseinandersetzung mit der Nacht/ dem Tod waren beeindruckend.

Wir tauchten in eine andere Welt ein - und das war auch mal sehr schön.

12.11.2021 Dokumentationszentrum "Flucht Vertreibung Versöhnung" in der Stresemannstrasse

Das im Juni eröffnete Zentrum war Ziel unserer 2. Semesterveranstaltung. Schon die Architektur des Gebäudes beeindruckte uns.

Die gebuchte Führung machte uns das Thema und das Schicksal von Millionen Menschen, die Ihre Heimat verlassen mussten, erfahrbar. Ca. 2/3 der Anwesenden hatten eigene Erfahrungen in der Familie. So war der Rundgang auch ein Schnelldurchgang durch die deutsche Geschichte. Aber nicht nur die deutsche Vertreibung als Folge des 2. Weltkrieges war Thema, sondern es wurden auch Hintergründe politisch, ethisch und religiös begründeter Zwangsmigrationen in Europa aufgezeigt.

Wir waren uns einig: ein lohnenswerter Besuch, den alle noch vertiefen wollen.

29.10.2021 Semesterauftakt im Tiergarten

Traditionell startet unser Wintersemester im Raum FH 1019 mit der Planung des Semesters. Corona-bedingt verlegten wir aber dieses Jahr den Ort in den Tiergarten. Das Wetter meinte es sehr gut mit uns und somit stand einer herbstlichen Wanderung nichts im Wege.

Alle freuten sich über das Wiedersehen und somit wurden weitere Termine unserer PW unterwegs auch schon geplant. Endpunkt der Wanderung war das Teehaus im Englischen Garten.

09.07.2021 Historischer Grenzgang im Südwesten Berlins

Die Regenwarnung ließ uns nicht davon abbringen, eine neue Ecke Berlins zu erkunden. Wir starteten am Bahnhof Wannsee und liefen durch den Düppeler Forst zum EUROPARC Dreilinden. Die Bilder/Tafeln der Open-Air-Ausstellung der ehemaligen Grenzübergangsstelle Drewitz-Dreilinden riefen bei vielen Erinnerungen an die damalige Zeit wach.

Weiter ging es durch den Wald zur alten Stammbahnbrücke( TOBO-Brücke ), ein Stück über die alte Autobahntrasse und den Teltowkanal. Nach ca. 10 km kamen wir in Kohlhasenbrück an.

25.06.2021 Wanderung entlang der Dahme

Da Corona derzeit nur Außenaktivitäten für uns zu ließ, trafen wir uns zu einer Wanderung entlang der Dahme.

Start war am S-Bahnhof Grünau. Ausklingen ließen wir die schöne Wanderung direkt am Wasser in der Gaststätte „Karolinenhof“.

17.01.2020 Futurium

„Wie wollen wir leben ?“ - unter diesem Motto hatten wir eine Führung im neueröffneten Futurium am Alexanderufer 2 gegenüber dem Hauptbahnhof.

 

Das gezeigte Spektrum reichte von neuen Baustoffen bis hin zu Roboter-Menschen/Tieren. Die unterschiedlichen Zukunftsentwürfe regten zum Nachdenken an, aber auch im Futurium Lab zum ausprobieren.