Schwerpunkt Umwelt
Im Zentrum des Schwerpunktes "Umwelt" stehen ökologische Fragen, die insbeondere im städtischen Umfeld eine Rolle spielen. So geht es zum Beispiel um die städtische Fauna und Flora unter Berücksichgung stadtplanerischer Gesichtspunkte, um regenerative Energien und ihre Nutungsmöglichkeiten in der Stadt, um die Qualität von Wasser und Luft sowie mögliche Störungen des ökologischen Kreislaufes. Zudem werden umweltpolitische Fragen im globalen Kontext thematisiert.
SE - Bürger als Impulsträger transformativer Beteiligungsprozesse
Nachdem wir im Wintersemester uns mit den theoretischen Grundlagen, methodischen Werkzeuge und praktischen Anwendungsmöglichkeiten partizipativer Forschung im Kontext nachhaltiger Regionalentwicklung auseinandergesetzt haben, rückt im Sommersemester die Fortführung den Rollenwechsel ins Zentrum. Die Studierenden werden selbst zu Impulsgeber*innen der inhaltlichen Inputs und bringen ihre Perspektiven, Interessen und Forschungsfragen aktiv in den Kurs ein. Aufbauend auf den erarbeiteten Grundlagen zu Citizen Science 3.0, epistemischer Gerechtigkeit und Wirkungsorientierung entwickeln sie eigenständig Mini-Forschungs- und Beteiligungsprojekte zur Energiewende, planen Co-Design-Prozesse und übernehmen die Verantwortung für Lehreinheiten im Seminar.
In diesem vertiefenden Format wird der Raum weiter geöffnet: Die Teilnehmenden kuratieren Literatur, wählen Fallstudien, gestalten partizipative Workshop-Elemente und testen Formate, mit denen Bürger*innen, Verwaltung oder Initiativen in Wissensprozesse rund um Wärmewende, erneuerbare Energien und lokale Planung eingebunden werden können. Das Seminar wird so zu einer kollaborativen Forschungswerkstatt, in der nicht mehr nur über transformatives Forschen gesprochen wird, sondern Studierende – im Sinne eines „Students as Partners“-Ansatzes – selbst zu Motoren eines offenen, demo- kratischen und wirkungsorientierten Citizen-Science-Prozesses werden.
Do 09-11 Uhr FH 1019
Beginn: 23.04; wöchentlich; Öztürk, Atilla
Exkursion nach Feldheim am 9. Juli
Im Rahmen der Veranstaltungen von Attila O. hat eine Gruppe von nahezu 30 Personen am 9. Juli eine Exkursion nach Feldheim unternommen – einem kleinen Ortsteil von Treuenbrietzen mit ca. 130 Einwohnern. Das Besondere an diesem Ort: Er ist seit 2010 vollkommen energieautark. Vor Ort wurde uns ausführlich erklärt, wie diese Transformation vonstatten ging. Dabei spielen folgende Komponenten zusammen:
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Ein Windpark mit 52 Anlagen: Eine einzige Windkraftanlage deckt bereits den Bedarf der rund 130 Einwohner; der große Überschuss wird ins öffentliche Netz eingespeist.
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Eine Biogasanlage (seit 2009): Sie liefert die Grundlastwärme über ein eigenes Nahwärmenetz. Als Ergänzung dient ein Holzhackschnitzel-Heizwerk. Eine Power‑to‑Heat‑Anlage, die Windstrom in Wärme umwandelt, ist angedacht.
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Ein Batteriespeicher (seit 2010): Er stabilisiert das lokale Netz und gleicht Schwankungen aus.
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Ein eigenes Strom- und Wärmenetz: Alle Haushalte sind an ein unabhängiges Netz angeschlossen, betrieben durch die Feldheim Energie GmbH & Co. KG.
Wir konnten alle Anlagen unter fachkundiger Führung besichtigen. Dabei blieb keine Frage unbeantwortet – auch nicht die von Attila O. zu den Erfahrungen bei der Umsetzung der Bürgerbeteiligung.
Überhaupt schien die fachkundige Führung ein kleiner Glücksfall gewesen zu sein: Es handelte sich um den bis Ende 2025 amtierenden Ex-Bürgermeister von Treuenbrietzen, Michael Knape. Er hat die Transformation vor Ort seit 2002 während seiner gesamten Amtszeit mitbegleitet und konnte uns somit einen tiefen, authentischen Einblick geben.
Vielen Dank an Attila für die tolle Organisation!
Für weitere Informationen: nef-feldheim.info